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REZENSION: Tanja - Ein Jahr in elf Tagen

REZENSION ZU

HELMUT RÜBS BILDBAND

"TANJA - EIN JAHR IN ELF TAGEN"

 

Bei diesem Bildband des Kölner Fotografen Helmut Rüb handelt es sich um eine Monografie. Im Zusammenhang eines Bildbandes geht es in einer Monografie ausschließlich um eine einzige Person, die entweder von verschiedenen oder einem einzigen Fotografen fotografiert worden ist. In diesem Fall haben sich Tanja und Helmut zusammengefunden und im Laufe eines ganzen Jahres gemeinsam Fotos gemacht und die Ergebnisse in dem Bildband "Tanja - Ein Jahr in elf Tagen" veröffentlicht.

 

Was die beiden in diesem einen Jahr zusammengetragen haben, hat mich überrascht und gleichermaßen begeistert. Überrascht hat mich, dass es sich hier nicht um ein typisches Model handelt, sondern um eine Frau, die augenscheinlich mitten im Leben steht und davon auch viele private und intime Einblicke zeigt. Man sieht Tanja  in alltäglichen Situationen, die Helmut interessant und fesselnd festgehalten hat. Man wird stets erneut von der Neugier gepackt, was einen auf den nächsten Seiten erwartet. Dabei sind seine Fotografien weder plakativ, noch drängen sie sich dem Betrachter auf. Man sieht sich eher in die Rolle eines stillen Beobachters versetzt. Und das funktioniert aus dem Grunde so gut, weil es nicht ein einziges Bild gibt, das gestellt wirkt. Die Aufnahmen entstanden stets aus der Situation heraus. Ob  beim Kochen, freudig durch Regenpfützen springen oder mal in sich selbst gekehrt,  fast immer hat man das Gefühl, man wäre ganz nah dabei.

 

So authentische Aufnahmen habe ich wohl in noch keinem Bildband je gesehen und damit ist Helmut ein kleines Kunstwerk gelungen, das große Beachtung verdient. Das realistische Portrait eines Menschen, in sehr schönen kunstvollen Fotografien mit dokumentarischen Charakter festgehalten. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber auf alle Fälle erfrischend anders. Kein Mainstream, aber ganz dicht an der Seele eines Menschen.

Falls man in den Genuss dieses Bildbandes kommt, empfehle ich im Übrigen dazu Ruhe sowie  ein Glas Rotwein (halbtrocken) und klassische Musik als Begleitmusik.
 In diesem Sinne
Cheers

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Kommentare: 1
  • #1

    Stefan (Montag, 18 Februar 2019 19:55)

    Ein einzigartiger Bildband. Ich durfte es sehen, Bild für Bild betrachten und die Eindrücke auf mich wirken lassen. Eine ganz beeindruckende Arbeit von den Beiden. Toll.