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Kreativität, Kommunikation und ein Kompliment was mir zu Herzen ging

KREATIVITÄT, KOMMUNIKATION UND

EIN KOMPLIMENT WAS ZU HERZEN GING

Sich gute Vorsätze im neuen Jahr machen ist das eine, sie auch durchzuführen und vor allen Dingen durchzuhalten ist das andere. Zumindest fängt mein Jahr damit schon gut an, denn ich kann tatsächlich sagen, dass momentan ein Highlight das nächste jagt. Und das, obwohl ich eigentlich darauf vorbereitet war, erst mal eine lange Durststrecke zu durchlaufen, nachdem ich so ziemlich alle Foto-Communities bei Facebook verlassen habe, um mich auf meine Web-Seite zu konzentrieren. Im Prinzip kein verkehrter Gedanke, ... aber selbstverständlich bin ich nicht anders gestrickt wie andere Fotografen, die gern mal ein bisschen Anerkennung für ihre Arbeiten suchen. Und da war stets mein Gedanke, man müsste präsenter sein und regelmäßig seine Bilder zeigen. Ebenso kein verkehrter Gedanke. Dennoch kommt irgendwann der Punkt, wo man mal über den Tellerrand hinaus schaut und mir ein Zitat des Philosophen Erich Fromm in den Sinn kam:


"Kreativität erfordert den Mut Sicherheiten loszulassen".

Tatsächlich wähnte ich mich in den sozialen Netzwerken sicher, man bekommt Anerkennung von den Kollegen, die Modelle schreiben einen an, um sich fotografieren zu lassen. Alles schön und gut, aber irgendwann kam mir der Gedanke, ob ich das jetzt wirklich noch so jahrelang machen möchte, oder vielleicht mal, schaue, ob die Welt jenseits der Netzwerke auf meine Bilder ebenso anerkennend reagiert. Ich mag Facebook und Instagram wirklich sehr und auch die Menschen, die ich vor allen Dingen im letzten Jahr daher kennengelernt habe, sind mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Das sind Fotografen/innen sowie auch Modelle, mit denen ich auch oftmals ein zweites oder drittes mal zusammenarbeite, oder die ich gelegentlich auf Meetups treffe. Das ist mir alles in der Zeit zugutegekommen und das ich den Netzwerken nun ein bisschen den Rücken zukehre, hat damit auch rein gar nichts zu tun. Um nun nochmal auf das obige Zitat zurückzukommen. Ich habe mir erlaubt mir den Mut zu nehmen und loszulassen von den Netzwerken um meiner Kreativität einen weiteren Schub nach vorne zu geben. Unter Kreativität muss man ja nicht ausschließlich verstehen, das man etwas Neues schafft, es ist ebenso die Erforschung neuer Möglichkeiten.
Die Frage aller Fragen, die man sich  nach einer Zeit stellt, ist ja eigentlich das "Warum?" Warum mache ich das, was ich mache, wo liegt der tiefere Sinn. Das ist eine der Fragen, die ich auch gerne bei meinen Coachings stelle. Ich erwarte dabei nicht unbedingt eine zufriedenstellende Antwort, aber ich möchte, damit einfach nur suggerieren das man sich seine Gedanken darüber macht. Kennt man die Antwort auf die Frage, fällt es einem wahrlich leichter sich zu positionieren.

Zu den beiden Coachings, die im Januar stattfanden muss ich im übrigen nochmal ganz besonders meine beiden Modelle Lena und Melissa hervorheben, die sehr engagiert waren und nicht nur großartig vor der Kamera der jeweiligen Teilnehmer waren, sondern Ihnen auch wertvolle Tipps im Umgang mit Modellen gegeben haben. Das ist tatsächlich auch wirksamer, wenn man das vom Model nochmal selbst vernimmt, wie es sich anfühlt vor der Kamera zu sein und was als störend oder unangenehm empfunden wird. Und das ist tatsächlich nicht ganz unwichtig, denn ich stelle stets bei meinen Coachings fest, das gerade bei der Kommunikation und der Model-Führung die größten Schwierigkeiten stecken. Und auch, wenn das einige vielleicht gar nicht verstehen mögen. Kommunikation ist das A und O bei der People-Fotografie. Das fängt mit dem ersten Kontakt an und sollte sich während des Foto-Shootings fortsetzen, sowie bestenfalls auch bei der späteren gemeinsamen Bildauswahl. Ich hoffe das ich in einem späteren Blog-Artikel noch einmal ein bisschen näher darauf eingehen kann.

 

 

Wie sich gute Kommunikation im Laufe der Zeit bewähren kann, hat sich Anfang des Monats bei dem monatlichen Shooting mit Antonia wieder gezeigt. Wir arbeiten ja mittlerweile seit zwei ein halb Jahren regelmäßig zusammen und werden wohl in einem halben Jahr unser großes Projekt beendet haben, über das ich mich dann an anderer Stelle nochmal genauer äußere. Jedenfalls kann ich mit Recht behaupten, das unsere Shootings und die daraus resultierenden Ergebnisse mittlerweile sehr viel intensiver geworden sind. Auch das ist der gemeinsamen Kommunikation schuldig. Unsere Shootings fangen in der Regel meist ganz normal an, wir quatschen, trinken brav unseren Kaffee, fangen an und dann ohne das wir es merken, fangen wir an zu experimentieren und auszuprobieren. Die daraus erfolgenden Ergebnisse flashen uns dann immer total und dann beginnt ein kreativer Schlagabtausch nach dem anderen. Nicht immer sind alle Ergebnisse zufriedenstellend, aber das müssen sie auch nicht. Das herumprobieren, neues zu entdecken, oder kurz gesagt kreativ zu sein, das ist es, was dann wirklich anspornt und mir bei meinen Shootings so richtig Spaß macht. Und spätestens jetzt sollte der aufmerksame Leser bemerkt haben wie eng Kreativität und Kommunikation in der People-Fotografie zusammen liegen.

Viel Kommunikation gibt es auch bei meinen gelegentlichen MeetMi, der in diesem Monat in die vierte Runde gegangen ist und sich zu einem mir sehr lieb gewonnenen Event geworden ist. Es wird viel geplaudert über ernste Themen, witzige Themen und was sich gerade aktuell bei dem einen oder anderen tut. Das MeetMi hat sich tatsächlich schon zu so einer Art kleinem Stammtisch für Fotografen und Modelle entwickelt und obwohl auch immer wieder ein paar neue Gesichter dabei sind, wird es Ihnen sehr leicht gemacht sich zu integrieren. Ich weiß noch nicht genau wann das nächste MeetMi in meinen Zeitplan passt, aber es hat sich für mich definitiv zu einem Highlight entwickelt, über das ich mich weiterhin sehr freue.

Die nächsten Highlights in den nächsten Monaten, die ich am Anfang des Artikels angesprochen hatte, stehen ebenso fest. Da ist natürlich zum einen die bevorstehende Präsentation meines Bildbandes, auf die ich schon sehr gespannt bin. Vor allen Dingen aus dem Grunde, weil meine Nichte und ich solange daran gearbeitet haben und in der Zeit bei uns beiden soviel passiert ist. Als ich Ihr Exemplar überreichte, haben wir da nochmal Revue passieren lassen und zum Glück können wir das jetzt hinter uns lassen und freuen uns beide auf die bevorstehende Präsentation.

Zudem werde ich im Zuge eines Künstlermarktes am 10. März in Solingen mit meinen Bildern an die Öffentlichkeit gehen und sie dort in einem kleinen Pavillon ausstellen. Es ist zwar jetzt nicht so eine Ausstellung in dem Sinne, wie ich sie anstrebe, aber man soll ja schließlich klein anfangen. Ich bin jedenfalls sehr auf das Feedback gespannt, das dann mal von ganz anderen Menschen sein wird, die nicht der hiesigen Foto-Szene entstammt. Das kann eine bittere Erfahrung werden, das kann aber ebenso Zustimmung finden. Ich lasse mich da einfach mal überraschen.
Ein weiteres Highlight auf das ich mich auch sehr freue wird mein erster Akt-Workshop, der am 23. März stattfinden soll. Mit bis zu maximal vier Teilnehmern ist dieser geplant und als Modell wird mir Sina zur Verfügung stehen, die ich bereits im Dezember fotografiert habe und deren Foto-Strecke ich letzte Woche in meinem Blog veröffentlicht habe. Aufgrund der Teilnehmerzahl wird das in meinem kleinen Studio natürlich nicht möglich sein, weswegen ich noch nach einer geeigneten Location suche, vermutlich wird der Workshop aber in dem Miet-Studio nebenan stattfinden. Genaueres über beide Termine werde ich jedenfalls noch bekannt geben, sowohl hier auf meiner Web-Seite, als auch bei Facebook und Instagram.

Abschließen möchte ich den heutigen Blog-Artikel mit einem Kompliment eines von mir sehr geschätzten Fotografen, der kürzlich selbst einen Bildband herausgegeben hat. Ich hatte den lieben Helmut angeschrieben, da ich ihm einen Tausch unserer beiden Bildbände am Freitag anbieten wollte. Was er mir unter anderem dann zurückschrieb, hat mich überrascht und gleichermaßen sehr erfreut.
Mit seiner Erlaubnis zitiere ich die Worte:


"Deine Bilder haben eine unverkennbare "Handschrift" und mir fällt es relativ leicht sie in einem Bilderpool (von mehreren Fotografen) sofort als Deine zu identifizieren. Und das im absolut positiven Sinn!!"


Wer am Freitag zu der Präsentation meines Bildbandes kommt und sich die Zeit nimmt mein Vorwort zu lesen, dem wird es sicherlich nicht entgehen wie sehr mir diese Worte zu Herzen gehen.

Danke Dir dafür, Helmut


In diesem Sinne seid alle nett zueinander (es lohnt sich)

und

Gehabt Euch wohl.

Euer Dirk

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Kommentare: 2
  • #1

    Sarah Ali (Sonntag, 27 Januar 2019 19:42)

    Großartige Worte

  • #2

    Jens (Sonntag, 27 Januar 2019 19:57)

    Toller Beitrag, gefällt mir außerordentlich. Bin ganz Deiner Ansicht ...