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Aktionen und Reaktionen

AKTIONEN UND REAKTIONEN

 

Da hatte ich mir doch Anfang des Jahres fest vorgenommen monatlich einen Rückblick für meinen Blog zu schreiben und scheitere schon nach kurzer Zeit. Zugegeben, und das kann man jetzt nachlesen ist in den letzten Wochen wirklich viel passiert, was demnach viel Arbeit mit sich brachte. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben und deswegen gibt es heute einen Rückblick auf die letzten sechs Wochen aus meinem Fotografen-Leben.
Der erste Tag des Februars begann mit der Bildband-Präsentation von „Different Faces". Ich war an dem Tag natürlich aufgeregt wie ein aufgescheuchtes Huhn. Klar, habe ich das mehr oder weniger aus eigenen Willen gemacht, weil dieser Wunsch nach einer Veröffentlichung in mir steckte. Aber es wirklich zu machen und zu erleben ist dann nochmal eine ganz andere Hausnummer. Jedenfalls wollte ich den Veröffentlichungstag nach all den Strapazen mit den Druckerei-Betrieben, gebührend feiern.
Knapp 40 Leute besuchten mich in meinem Studio, beziehungsweise auch im Vorraum des Mietstudios Wuppertal, der mir für den Abend zur Verfügung stand. Die ganze Aufregung des Tages, wo man alles geplant und organisiert hatte, verflog dann schnell und es wurde tatsächlich ein großartiger Abend mit gut gelaunten Gästen und einer sehr angenehmen Atmosphäre. Ein übriges taten zudem die Hefekringel meiner besten Hälfte  das sich dennoch jeder wohlfühlte. An dieser Stelle muss ich sowieso mal das organisatorische Talent von Caro besonders loben, welches sie viel besser drauf hat, als ich. Allein für Ihre Ideen und Einfälle, die sie bei solchen Anlässen hat bin ich Ihr immer äußerst dankbar . *Dc*

Schade war  nur das der Abend so schnell an mir vorbeiging, das ich es hinterher ein bisschen bedauert hatte für den ein oder anderen nicht mehr Zeit zum Plaudern gehabt hatte.
Die Bilder, die bei dem Abend entstanden, hat der liebe Martin von „Schnapps und Schuss" gemacht, der mir damit einen großen Gefallen erwies.

 

Zum Bildband selbst habe ich glücklicherweise nur positives Feedback bekommen und das auch außerhalb der sozialen Medien und der Foto-Szene, was mich sehr erfreut hat, wenn man bedenkt wie ungewöhnlich langwierig der Prozess gewesen ist. Von einem „großartigen Werk" und „sehr gut konzipiert" war die Rede. Eine besonders erfreuliche Nachricht einer Protagonistin, die sich den Bildband schicken ließ, erreichte mich per WhatsApp:
„Es ist da, und ich finde es umwerfend schön! Einfach großartig!. Hab es nun viermal hintereinander durchgeblättert und gelesen, weil es so berührend ist. Vielen lieben Dank für die unfassbar große Ehre, dass ich daran teilhaben durfte."
Solche Reaktionen machen mich unbeschreiblich stolz auf meine Arbeit und da der Ruf schon laut geworden ist nach einem weiteren Bildband, kann ich hinsichtlich dessen schonmal schreiben, das da schon wieder was in Arbeit ist ;)

 

Was im Februar noch geschah war das mittlerweile fünfte #MeetMi, ein Treffen von Fotografen und Modellen in meinem Studio, das unregelmäßig, aber stets Mittwochs stattfindet. Wer es noch nicht bemerkt hat, handelt es sich bei dem Titel um ein Wortspiel, das mir einfiel, als ich zu Beginn der Idee eines Treffens in meinem Studio nach einem geeigneten Tag suchte und mich für den Mittwoch entschied. Mir fiel auf das dessen Abkürzung ( Mi ) ausgesprochen genauso klang wie das englische "me". Und so wurde aus dem ursprünglich geplanten "Meet Me" eben "#MeetMi". Jedenfalls erfreut sich dieses Treffen seit seiner Entstehung immer größerer Beliebtheit und die Besucherzahl wächst stetig . Ichifast befürchte mittlerweile schon das mein Studio beim nächsten Mal aus allen Nähten platzen wird oder der Kaffee nicht mehr reicht, wobei ich letzteres  für die größere Katastrophe halten würde. Im März (27.März) geht es in die sechste und dann aber auch vorerst letzte Runde. Das hat aber nichts damit zu tun, das ich dies nicht mehr weiterführen möchte, sondern vielmehr damit, das ich mein Studio in den Tagen wo es wieder länger hell ist, auch wieder als solches nutzen möchte. Als das ursprünglich betitelte "Meet Me" werde ich es dennoch stattfinden lassen, es wird dann nur auf einen oder mehrere Freitage verlegt. Das hat den Grund, da mich einige Leute angefragt hatten, ob ich das nicht mal an einem Tag am Wochenende veranstalten kann, da unter der Woche gearbeitet wird und/oder eine längere Anfahrt dafür anliegt. Klar möchte ich dem nachkommen, da ich wie ich es ja schon oft erwähnt habe den kommunikativen Austausch sehr, sehr schätze und darunter einige Leute dabei sind, die ich unbedingt kennenlernen möchte. Und mit wem kann ich mich besser austauschen über Fotografie, als mit Menschen, die ebenso dieser Leidenschaft nachgehen.

 

Wer mir auf Instagram folgt, dem wird es nicht entgangen sein, das ich mich immer mehr den Insta-Stories widme und dieses Feature sehr mag. Ich mag zum Beispiel, das man aktuelle Ereignisse schnell und unkompliziert mit anderen teilen kann. Das macht es für mich lebendig und abwechslungsreicher. Dadurch das die Storys nach 24 Stunden wieder verschwinden, beeinflussen sie den eigentlichen Insta-Feed nicht und somit bleibt dieser davon unberührt. Ich hatte Anfang des Jahres zunächst damit begonnen hin und wieder ein paar Musik-Tipps zu geben, da mir oft während meiner Shootings gesagt wurde, das ich einen ausgesprochen guten Musik-Geschmack hätte. Mittlerweile ist es mehr geworden, unter anderem hatte ich mal ein kleines Tutorial meiner Bearbeitung gemacht und bin auch hierfür selbst vor die Kamera gegangen. Ehrlich gesagt fällt mir das noch ziemlich schwer und besonders in die Kamera zu sprechen klingt noch arg holprig. Aber Übung macht bekanntlich den Meister und die sind letztendlich alle nicht vom Himmel gefallen. Deswegen wird man sich wohl oder übel in nächster Zeit häufiger an meinen Anblick gewöhnen müssen :D

 

Und da die Fotos von mir auf meiner Web-Seite mittlerweile schon wieder mehr als zwei Jahre alt sind, hatte ich diesmal beschlossen mich von einem meiner Fotografen-Kollegen fotografieren zu lassen. Zudem kommt, dass ich immer wieder mal auffrischen möchte, wie es ist vor der Kamera zu stehen. Ich halte das für sehr wichtig, das sich Fotografen hin und wieder selbst mal vor die Kamera stellen, um sich in die Lage eines Modells versetzen zu können. Dabei müssen die Bilder noch nicht mal veröffentlicht werden, wenn sie einem nicht gefallen. Es geht vielmehr darum ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es ist, fotografiert zu werden. Ich bin da der festen Überzeugung, dass dies förderlich ist für die Weiterentwicklung als People-Fotograf. Und selbst wenn man da wirklich keinen Nutzen für sich sieht, geschadet hat es bislang auch nicht. Ganz im Gegenteil, meist springt doch dabei oft für den ein oder anderen ein taugliches Profilbild für Facebook oder Instagram heraus.
Da ich ein großer Fan von Helmut Rübs Arbeiten geworden bin, fragte ich bei Ihm an und nach seiner Zusage trafen wir uns bei Ihm. Ich kann selbstverständlich nichts anderes schreiben, als dass das Shooting mit ihm auch wirklich großartig war. Das hatte ich aber auch nicht anders erwartet, da ich in den Bildern von Helmut klar erkenne, das er eine ähnliche Vorgehensweise bei Shootings hat wie ich. Wie bereits geschrieben, das Shooting war toll,  aber vor allen Dingen war es auch sehr spät geworden. Ich war knappe 5 Stunden bei ihm gewesen, wobei wir gefühlt gerade mal eineinhalb Stunden Fotos gemacht hatten. Den Rest des Abends plauderten und philosophierten wir bis zur Heiserkeit über Fotografie und hätte ich am nächsten Tag nicht früh aufstehen müssen, wäre es bestimmt noch später geworden.

 

Danke, Helmut ;-)

Das letzte Highlight der letzten Wochen, was sich aber wegen einer allzu schlechten Wetterlage dann eher zu einem Downlight entwickelte, war meine kleine Ausstellung bei einem Künstlermarkt in Solingen. Dabei waren wir (mein Organisationswunder Caro und ich) wirklich gut vorbereitet, dafür das wir gar kaum  Erfahrung damit haben. Ich ließ die letzten Wochen neue Visitenkarten und Flyer drucken, sowie weitere Bilder auf Leinwand. Alles war rechtzeitig da und wir konnten alles ganz ohne Stress vorbereiten. Am Morgen des 10. März fuhren wir dann auch rechtzeitig los um unseren Pavillon auszuschmücken. Nach guten zwei Stunden war dann auch alles zu meiner Zufriedenheit und es erschienen auch schon die ersten Besucher. Manche liefen achtlos vorbei, ließen nur mal einen kurzen Blick in den Pavillon schweifen, einige blieben interessiert stehen, und dann auch so lange, dass sich das ein oder andere längere Gespräch entwickelte. Es hatte den ganzen Tag immer ein bisschen geregnet und es war windig, aber ca. eineinhalb Stunden nach der Markteröffnung, unterbrach eine sehr starke Sturmböe die bis dahin noch relativ gute Stimmung. Die Böe ließ unseren Pavillon trotz Gewichte an den Füßen etwa einen halber Meter zurückschieben. Und es dauerte dann nicht mehr lang, das der Veranstalter aufgrund einer Sturmwarnung die Veranstaltung abbrach. Das war dann im Nachhinein eine kluge Entscheidung, denn nachdem wir alles wieder ins Auto zusammen gepackt hatten, kam eine weitere gewaltigere Sturmböe, bei der dann auch gleich mehrere Pavillons komplett zusammen brachen. Aber glücklicherweise kam nichts und niemand zu schaden. Bedauerlich war nur, dass ich mich sehr auf diesen Tag gefreut hatte und wir uns viel Mühe dafür gegeben hatten. Aber glücklicherweise konnte ich an dem Tag doch noch den ein oder anderen guten Kontakt knüpfen, wie zum Beispiel der sehr gut sortierte Weinhändler, der direkt gegenüber meines Pavillons stand und dessen portugiesischer Wein mir am Abend über meinen Schwermut hinweg half. In seinem Geschäft liegt zum Dank nun ein Exemplar meines Bildbandes zur Ansicht parat ;)

 

Wie man lesen kann, waren es schon sechs aufregende Wochen, in denen ich einige neue Ehrfahrungen sammeln konnte. Das ich ganz nebenbei auch noch Shootings hatte, habe ich jetzt mal außen vor gelassen, da ich glaube nun auch genug aus dem Nähkästchen erzählt zu haben. In den nächsten Wochen werde ich mich auch wieder mehr darauf konzentrieren können, da zumindest momentan nicht viel außergewöhnliches anliegt. Und gerne würde ich mal wieder einen Blog-Artikel über ein einzelnes Thema schreiben, in dem ich wieder ein bischen mehr in die Tiefe gehen kann.


Bis dahin, alles Gute und Gehabt Euch wohl

Dirk

PS: Die Fotos in diesem Blog sind mit Ausnahme der Collage vom #MeetMi von

       Martin Sieper (Schnapps & Schuss), Helmut Rüb und Carola Heer

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Kommentare: 1
  • #1

    Christian Baltrusch (baltruschphoto_bodyart) (Montag, 18 März 2019 14:39)

    Cooler Blog. Einige Sachen waren mir schon bekannt, da ich dir bei Instagram folge. Ich wünsche dir noch viel Erfolg mit deinem Buch, und wer weiß, vielleicht trifft man sich ja mal bei MeetMi oder freitags. :-)